Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Süßgelüste

Sie fühlen sich oft müde und ausgelaugt? Sie können sich ganz schlecht konzentrieren und würden sich am liebsten den ganzen Tag von Kuchen, Keksen und/oder Schokolade ernähren? Müdigkeit und Süßgelüste deuten laut TCM auf eine „schwache Mitte“ hin.

Fehlendes Verdauungsfeuer

Müdigkeit_SüßgelüsteDie in der TCM so genannte „Mitte“ – also der Funktionskreis Erde (Milz und Magen) – benötigt ein gut genährtes Verdauungsfeuer, um unsere Nahrung ideal verstoffwechseln und damit in Qi umwandeln zu können. Dieses Verdauungsfeuer wird von den Nieren angeheizt. Ist es zu klein, dann bleibt immer mehr unserer Nahrung unverarbeitet im Körper. In der TCM spricht man dann von Feuchtigkeit, in der westlichen Welt oft von Schlacken. Zum einen fehlt dann das Qi, das heißt es fehlt Energie. Zum anderen fehlt Wärme (Yang). Deshalb geht eine schwache Mitte auch oft mit ständigen Kältegefühlen einher. Beides macht müde und lustlos, ausgelaugt und unkonzentriert.

Die Süße im Leben

Da dem Erdelement der süße Geschmack zugeordnet ist, verlangt eine schwache Mitte immer mehr Süßes. Um die Mitte zu stärken, benötigt es allerdings den natürlich vorkommenden süßen Geschmack – wie zB. in Getreide oder Karotten. Schokolade, Kuchen und Kekse schwächen die Mitte leider immer mehr – ein Teufelskreis. Oft ist es auch wichtig, die psychische Verfassung zu berücksichtigen. Denn wenn die Süße im Leben fehlt, greift man auch gern auf ein oder zwei oder viele süße Stückchen zurück.

Was schwächt die Mitte?

Der Funktionskreis Erde wird sowohl durch Fehlernährung als auch durch Überarbeitung, Stress geschwächt. Außerdem sind sorgenvolle Gedanken, Gedankenkreisen und langes Grübeln Gift für Ihre Mitte. Ein paar Tipps, was Sie unter anderem unbedingt vermeiden sollten, wenn Sie unter häufiger Müdigkeit, Erschöpfung und starken Süßgelüsten leiden:

  • unregelmäßige Mahlzeiten oder gar nicht essen
  • das Frühstück ausfallen lassen und/oder Abends zu spät essen
  • zu große Portionen essen
  • Mahlzeiten aus der Tiefkühltruhe
  • häufige Brotmahlzeiten und/oder Nudelspeisen
  • Nahrungsmittel aus der Tiefkühltruhe oder aus der Mikrowelle
  • stark verarbeitete Lebensmittel
  • viele Süßigkeiten

Womit können wir die Mitte stärken?

Ziel ist es, das Milz-Qi aufzubauen. Und das Milz-Qi mag es leicht, bekömmlich und vor allem regelmäßig. Hilfreich ist zB.:

  • drei Mal täglich warm essen
  • verdauungsfördernde Gewürze (zB. Fenchel, Kümmel, Anis,…) verwenden
  • aromatische Gewürze (zB. Majoran, Oregano, Rosmarin,…) in den Speiseplan aufnehmen
  • sich Zeit zum genussvollen Essen nehmen (Stichwort: Essen vor dem Computer oder TV…)

Eine gesunde Milz zu haben, lohnt sich in jedem Fall, denn nicht umsonst bezeichnet man in der TCM das Erdelement als die Mitte. Von dort werden auch alle anderen Funktionskreise, das heißt alle anderen Organsysteme, mit Qi versorgt. Also die Mitte gesund zu erhalten oder gesund zu pflegen, hilft oft, um auch viele andere Beschwerden mitzu“kurieren“.

Noch Fragen? Rufen Sie mich einfach unter 0699 1073 1073 an.

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  4 comments for “Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Süßgelüste

  1. 24. Januar 2017 at 23:52

    Liebe Mel – dank deines Fotos von uns GPlern auf FB bin ich endlich mal wieder auf deine Seite gestolpert – alle Achtung, wirklich toll!!!!
    Und – du hast mich wieder motiviert, sorgsamer mit meiner Mitte umzugehen 😉 also, warmes Frühstück, ole. Hab ich jetzt längere Zeit echt nicht ausstehen können, nachdem ich immer von den Buben alles aufessen musste.
    Ich hoffe doch sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit der ganzen Zwergenbande.
    Sei fest umarmt, und gutes Kochen!
    Hanna

    • 25. Januar 2017 at 11:19

      Oh Hanna, vielen lieben Dank! Es freut mich, wenn ich dich motivieren konnte 🙂 Bis hoffentlich ganz bald, dicke Umarmung!

  2. Christina
    14. November 2018 at 15:33

    Liebe Melanie,

    ich finde deine Seite sehr interessant, und schön !! Tolle Rezepte schöne Bilder.
    Ich habe eine Frage
    also ich habe:
    vermutlich eine zu schwache Mitte, (wobei es schon besser ist, seit ich meine Ernährung umgestellt habe)
    und ich neige zu Entzündungen im Darm) ist auch besser geworden seit ich meine Ernährung umgestellt habe. Das eine ist wohl wenn ich richtig verstanden habe zu wenig Verdauungsfeuer Yang Mangel ?
    und im Darm Yang zuviel ? Oder ?

    Iiebe Grüße
    Christina

    • 14. November 2018 at 20:54

      Liebe Christina!
      Vielen Dank für Deine lieben Worte, das freut mich sehr :).
      Also Entzündungen im Darm deuten auf Feuchte Hitze hin. Feuchte Hitze kommt meist auch durch eine zu schwache Mitte – dann bleibt Feuchtigkeit im Körper zurück (bei uns würde man das Schlacken nennen). Feuchtigkeit kann zu Stagnation führen und diese wiederum zu Hitze. Hitze kann aber auch durch anderes entstehen – zB. durch Stress, durch Rauchen, durch hochprozentigen Alkohol,… Gibt es bereits Feuchtigkeit im Körper und es kommt Hitze (entweder durch Stagnation oder eben von außen) dazu, entsteht „Feuchte Hitze“ und diese geht meist mit entzündlichen Prozessen im Körper einher.
      Die Lösung? Zuerst immer die Mitte stärken, um Feuchtigkeit im Körper zu transformieren und keine weitere mehr entstehen zu lassen und alles, was Hitze macht, zu vermeiden – heißt: vor allem gut entspannen :).

      Ich hoffe, das hilft Dir weiter,
      Alles Liebe Dir,
      Melanie

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