Gewichtsprobleme

AbnehmenSowohl Übergewicht als auch Untergewicht können für die Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Belastungsprobe werden. Beiden Problemen gemeinsam ist, dass oft schon viele Wege beschritten wurden und nichts hat geholfen. In der chinesischen Medizin werden Über- oder Untergewicht nur als ein Symptom von vielen betrachtet. Erst durch ein ausführliches Gespräch und durch die Befundung von Zunge und Puls erschließt sich das gesamte Ungleichgewicht. Denn nicht alle, die zunehmen wollen, essen zu wenig und nicht jede/r mit Übergewicht zu viel – meistens ist es schlicht das Falsche in der aktuellen Situation. Und oft kommen auch noch Stress und andere seelische Belastungungen dazu.

Übergewicht – Abnehmen ohne zu Hungern

Du kennst jede Diät beim Vornamen? Du hast dauernd das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen? Trotzdem nimmst Du nicht ab und auch der Jojo-Effekt ist Dir leider nicht fremd? So geht es heutzutage vielen Menschen. Es gibt jederzeit alles zu kaufen, was das Herz begehrt. Gekocht wird aus der Tiefkühltruhe oder in der Mikrowelle. Und die Ernährungspyramide rät, wenn es um’s Abnehmen geht, zu Joghurt und Salat. Leider hilft das aber nicht allen, ganz im Gegenteil.

Crash-Diäten, rohkostreiche Ernährung und Joghurt en Masse führen meist zu einer Abkühlung und energetischen Schwächung des Organismus. Frisch gekochtes, warmes Essen und manchmal eine – ja, Du hörst richtig – kohlenhydratreiche Kost führen oft viel eher zum gewünschten Ergebnis und Du hast noch dazu viel mehr Energie. Dazu ist es nötig zu wissen, was Dich wirklich sättigt – Stichwort: Stoffwechseltypen.

Übergewicht hängt laut TCM meist mit einem Energiemangel – also einem Qi-Mangel zusammen. Wir gewinnen den Großteil unseres Qi aus der Nahrung und der Atemluft. Fehlt das Qi, sammelt sich Feuchtigkeit im Körper. Ist zu viel Feuchtigkeit im Körper, können wir nicht mehr genügend Qi produzieren – ein Teufelskreis. Für die Gewinnung von Qi ist zum größten Teil der Funktionskreis Erde (Milz und Magen) zuständig – in der TCM “die Mitte” genannt. Bei Diäten kommt es nach einer Zeit zu einem Qi-Mangel, weil die Milz aus dem Essen nicht mehr genug wertvolles NahrungsQi erzeugen kann. Das ist der Zeitpunkt, wenn das Abnehmen stagniert. Man isst genauso wenig wie vorher, aber kein Kilo will mehr purzeln. Stellt man mit diesem schwachen MilzQi wieder auf “Normal”ernährung um, kommt es natürlich zum gefürchteten Jojo-Effekt.

Es gilt also, die Mitte zu stärken und das geht am besten mit bekömmlichen, warmen – also gekochten – und wärmenden Speisen. Die Thermik der Zutaten und Gewürze und die Kochmethode spielen dabei eine große Rolle. Kochen, dünsten oder bereite Deine Speisen zB. im Backrohr zu, anstatt sie zu panieren, frittieren oder mit Käse zu überbacken. Und ganz wichtig: iss regelmäßig und lass’ keine Mahlzeiten aus.

Vermeide Nahrungsmittel, die stark befeuchten oder abkühlen, wie zB.:

  • Milchprodukte
  • Südfrüchte
  • Salate und Rohkost (außer Sie essen eine Suppe dazu)
  • Brotmahlzeiten
  • Weizen
  • Zucker

Das ist nur ein erster Schritt. Im Gegensatz zur westlichen Herangehensweise, kann in der TCM niemals die gleiche Diät für alle gut sein. Anstatt auf Kalorien und Inhaltsstoffe zu schauen, geht es bei der TCM-Ernährung um die Wirkung, die die Speisen auf Qi und Yin und Yang haben. Deshalb gilt es für jede/n Betroffene/n ganz individuell die Nahrungsmittel und die Kochmethoden auszuwählen und den Speiseplan zusammenzustellen. Das Schöne an einer “Diät” nach traditioneller chinesischer Medizin ist aber, dass Du sicher nicht hungern musst :).

Untergewicht – Essen mit Genuss und ohne Zwang

Sowohl bei Übergewicht als auch bei Untergewicht liegt das Problem in einer Schwäche der “Mitte”. Kämpfen die Übergewichtigen zumeist mit Feuchtigkeit und Kälte, also einem zu schwachen Verdauungsfeuer, so leiden die Untergewichtigen oft unter Trockenheit, Blut- oder Yin-Mangel und zuviel Feuer. Denn ein zu großes Feuer verbrennt die Nahrung schon bevor sie verstoffwechselt und umgesetzt werden kann. Aber umgekehrt kann auch ein Zuviel an Feuchtigkeit zu Appetitlosigkeit und somit zu Gewichtsverlust führen.

Leidest Du also darunter, nicht zunehmen zu können, ist es wichtig herauszufinden, woher der zu schnelle Stoffwechsel oder die Appetitlosigkeit kommt, also ob bei Dir Kälte oder Hitze vorherrscht. Wenn Du viel frierst und unter Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung leidest, ist sehr wahrscheinlich Kälte im Spiel. Der erste Schritt zur Besserung – siehe oben :).

Ist Dir oft heiß, hast Du oft Hunger (Heißhungerattacken) und viel Durst, schläfst Du schlecht ein und/oder durch, bist Du unruhig, schwitzt Du in der Nacht oder hast Du oft Herzklopfen, dann könnte Hitze das Problem sein. Auch hier ist es wichtig, bekömmlich und vor allem nichts zu Erhitzendes zu essen. Also lass’ zuerst Gegrilltes, Frittiertes und in Alkohol gekochtes beiseite und bevorzuge, Dein Essen zu dämpfen, dünsten oder blanchieren. Und vermeide heiße und zu erwärmende Zutaten, wie zB:

  • heiße Gewürze, wie Chili, Pfeffer, Cayennepfeffer
  • Knoblauch, Zwiebeln
  • Lammfleisch, alle gegrillten Fleischsorten, Wurst
  • Alkohol (bis auf Bier, das könnte in kleinen Mengen (!) sogar hilfreich sein, da es kühlend und befeuchtend wirkt – ist die TCM nicht klasse? 😉 )

Leider gibt es kein Universalrezept für alle. Es gilt also, das zugrunde liegende Ungleichgewicht herauszufinden. Untergewicht ist nicht Untergewicht – Übergewicht ist nicht Übergewicht. Es ist einfach wichtig, an der richtigen Stelle anzusetzen, dann kann völlig individuell das Verdauungsfeuer gestärkt und/oder die Feuchtigkeit reduziert werden. Denn wie immer gilt: was dem einen hilft, kann der anderen auch gar nicht gut tun.

Brauchst Du Unterstützung? Dann ruf’ mich einfach unter 0699 1073 1073 an. Ich würde mich sehr freuen, für Dich die optimale Ernährung zu finden und ein Konzept zusammenzustellen, das individuell auf Dich und Deinen Alltag abgestimmt ist.

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4 Antworten zu “Gewichtsprobleme”

  1. Ein schöner Blog. Viele Menschen erleben die Gewichtsstagnation nach Diäten durch das abgeschwächte Milz Qi. Und sie leiden jahrelang an Feuchtigkeit. Als Tcm-Therapeutin kenne ich das ebenso von meinen Patienten. Wunderbar erklärt. Liebe Grüße aus NRW.

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