Birnen-Mandel-Muffins

Diese Muffins sind perfekt für den Herbst, denn der Herbst ist die Zeit des Metallelements und zu diesem gehören die Organe Lunge und Dickdarm. Die Lunge mag vor allem Trockenheit gar nicht und diese kommt leider im Herbst oft vor, sei es durch die wieder einsetzende Heizungsluft oder auch durch den klimatischen Faktor Wind. Diese Muffins sind perfekt geeignet, um eine trockene Lunge zu befeuchten, denn sowohl Mandeln als auch Birnen
wirken direkt auf unser Lungen-Yin.

Zutaten für etwa 12 Muffins (je nach Förmchengröße):

  • 4 Eierbirnen-mandel-muffins
  • 75 g Butter
  • 35 g Rohrzucker (wer es lieber süßer mag, kann da gerne noch etwas hinzufügen)
  • 150 g Mandelmehl
  • 50 g Buchweizenmehl
  • 1 Birne
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 TL Vanillepulver (oder das Mark einer Vanilleschote)
  • 1 Prise Salz
  • Mandelmilch oder Getreidemilch nach Gefühl
  • evtl. Rosinen

Zubereitung:

Backofen auf 160°C vorheizen. Die Butter am Herd auf niedriger Temperatur schmelzen. Währenddessen die Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen. Dotter und Zucker schaumig rühren und die etwas abgekühlte geschmolzene Butter langsam drunterrühren. Mehle, Backpulver, Vanille gut vermischen und dazugeben. Jetzt, falls der Teig zu fest ist (variiert nach Größe der Eier), Mandel- oder Getreidemilch dazugeben, bis die Konsistenz so ist, das sich der Eischnee gut unterheben lässt. Und dann überraschenderweise – den Eischnee unterheben :). Die Birnen (je nach Geschmack, schälen oder nicht) in kleine Stücke schneiden. Den Teig in Muffinförmchen geben, Birnenstücke (und wer mag, auch Rosinen) verteilen und leicht reindrücken. Bei 160° etwa 15 – 12 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Wirkung nach TCM:

Birnen gehören zum Funktionskreis Erde und sind thermisch kühlend. Sie kühlen Lungen- und Magenhitze, beruhigen das Yang, erzeugen Säfte, befeuchten Trockenheit und wandeln Schleim um. Sie sollten nicht zum Einsatz kommen, wenn zB. die Atemwege stark verschleimt sind (Husten und Schnupfen mit reichlich weißem oder durchsichtigem Sekret. Bei stockendem Schnupfen mit zähem gelben Sekret können sie wiederum hilfreich sein).

Mandeln werden dem Erdelement zugeordnet und wirken thermisch neutral. Sie haben starken Lungenbezug, also befeuchten die Lunge, stillen Husten und Keuchen, senken das Qi ab und befeuchten auch den Dickdarm (oft hilfreich bei trockener Verstopfung).

Buchweizen gehört zum Funktionskreis Feuer und ist thermisch erfrischend. Er kräftigt die Milz und eliminiert Feuchtigkeit, löst tastbare Verhärtungen auf, kühlt Hitze und senkt Qi ab.

Eier gehören auch zum Erdelement. Wirkt das Eigelb neutral, so ist das Eiweiß thermisch kühlend. Eier harmonisieren die Mitte, befeuchten Trockenheit und stärken Blut und Yin. Das Eiweiß befeuchtet die Lunge, erleichtert das Schlucken, kühlt Hitze und entgiftet. Der Dotter nährt vor allem das Blut und Yin.

Rohrzucker gehört wie eigentlich alle süßen Nahrungsmittel zum Erdelement, er ist thermisch eher warm. Er tonisiert die Mitte, entspannt die Leber, harmonisiert das Blut und er kann Stasen (Stauungen, Stockungen zB. von Blut) lösen. Vor allem wirkt er aber befeuchtend, was unserem Lungen-Yin oft sehr gut tut. Zuviel davon lässt aber pathogene Feuchtigkeit und eventuell sogar Schleim entstehen. Mehr zum Zucker finden Sie auch in meinem Blogartikel „Sweet Dreams – Die Wirkung von Zucker aus Sicht der TCM“.

Butter gehört zur Erde und ist thermisch neutral bis wärmend. Sie wirkt insgesamt kräftigend (auch bei Yin-Mangel), stützt Qi, Jing und Blut und befeuchtet Trockenheit.

Vanille gehört auch zum Erdelement und ist thermisch warm. Sie wirkt mild anregend auf Milz und Bauchspeicheldrüse.

Salz ist dem Element Wasser zugeordnet und wirkt thermisch richtig kalt. Es dient zur Absenkung, kühlt das Blut und erweicht Verhärtungen (Schleimbelastungen im Brust- und Bauchbereich). Außerdem stützt es in Maßen die Niere.

 

Quellen:
Ute Engelhardt/Carl-Hermann Hempen - "Chinesische Diätetik"
Dr. med. Kerstin Schwabe - "Das Handbuch zur Ernährung nach den Fünf Elementen"
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