Kürbissuppe mit Quinoa und Kohlrabi aus dem Backrohr

Dank Getreideeinlage ist diese Kürbissuppe eine ganze Hauptmahlzeit. Kürbis und Quinoa stärken das Qi und unser Blut und Kohlrabi aus dem Backrohr ist meine persönliche Entdeckung des Winters (andere haben das sicher schon viel früher gefunden). Für mich ist er so zubereitet jedenfalls eine echte Geschmacks- und Flüssigkeitsexplosion. 

Zutaten für 4 Personen:

  • Kürbissuppe-mit-Quinoa2 mittelgroße Karotten
  • 1 kleine Fenchelknolle
  • 1/2 mittlerer Hokkaido
  • 1 Tasse Quinoa
  • 2 Kohlrabis
  • Olivenöl
  • Salz
  • Lorbeer
  • Rosmarin, frisch
  • Majoran
  • frische Petersilie
  • optional Knoblauch (2 Zehen)
  • optional Pfeffer

Zubereitung:

Quinoa heiß waschen und nach Packungsanleitung kochen. Kohlrabi in Scheiben (etwa 3 – 4 mm) schneiden, in einer kleinen Schüssel, die man schließen kann, mit 2 Löffeln Olivenöl und Salz nach Geschmack durchschütteln, bis alles ordentlich benetzt ist. Bei Bedarf noch Olivenöl hinzufügen. Danach auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und ein paar Zweige Rosmarin  dazugeben. Bei 180°C etwa 20 Minuten ins Backrohr geben.

Karotten, Fenchel und Kürbis grob schneiden, mit Lorbeer, Salz und Majoran (und evtl. Knoblauch) weichkochen und danach pürieren. Bitte zuvor die Lorbeerblätter entfernen :).

Suppe mit Quinoa und Petersilie (juhuuu, endlich auch mal am Foto zu sehen 🙂 ) anrichten und den Kohlrabi von einem extra Teller oder aus einem Schüsserl dazuknabbern.

Tipp: Mit gehackten Walnüssen bestreut, bekommt das alles noch etwas zusätzlichen Biss und mit etwas Pfeffer die nötige Schärfe (ohne ist es aber auch großartig für Kinder geeignet)!

Wirkung nach TCM:

Karotten gehören zum Funktionskreis Erde und sind thermisch neutral bis leicht wärmend (in rohem Zustand Tendenz zur Kühle). Sie stärken die Milz, beseitigen Verdauungsblockaden, harmonisieren das Leber-Qi und klären die Sicht. Am besten nicht allzulang kochen, weil sonst alle Wirkstoffe verloren gehen.

Fenchel wird dem Erdelement zugeordnet und wirkt thermisch warm. Er vertreibt Magen-Kälte und generell Kälteblockaden im Unteren Erwärmer, harmonisiert die Mitte und vertreibt Wind. Fenchel kommt sowohl als Gemüse als auch als Tee (Samen) bei allen möglichen Verdauungsproblemen, die aus Kälte entstehen, zum Einsatz.

Der Kürbis gehört zum Funktionskreis Erde und ist thermisch wärmend. Er baut Qi und Blut auf und hilft Feuchtigkeit aufzulösen. Durch seine blutbildende Wirkung kann er bei trockenen Augen, Sehschwäche und Verstopfung gut angewendet werden.

Kohlrabi gehört wie alle Kohlgemüse zur Erde und ist thermisch neutral. Er nährt Milz und Magen, wirkt tonisierend auf Leber und Gallenblase und transformiert Feuchtigkeit. Durch die leichte Schärfe wirkt er bewegend und ist somit gut gegen Stagnationen. Nicht bei Durchfall essen.

Quinoa ist wie Amaranth und Buchweizen ein Pseudogetreide und wird dem Element Erde zugeordnet. Quinoa wirkt thermisch neutral bis leicht erwärmend. Sie tonisiert Qi und Blut und unterstützt besonders unser Lungen-Qi und unser Nieren-Yang. Westlich gesehen beinhaltet Quinoa viel Calcium, Eisen und pflanzliches Eiweiß.

Majoran gehört wie sehr viele Gewürze zum Metallelement und wirkt wärmend. Er reguliert und bewegt das Qi und beruhigt den Shen, unseren Geist. Außerdem wirkt er schleimlösend und verdauungsfördernd.

Lorbeer gehört ebenfalls zum Metallelement und wirkt wärmend. Er tonisiert das Qi, bewegt das Blut und beruhigt auch unseren Geist (Shen). Er stärkt unsere Lebensenergie und wirkt zB. menstruationsfördernd und blähungs- und gärungswidrig.

Rosmarin in getrockneter Form gehört zum Metallelement, frischer Rosmarin jedoch wird dem Funktionskreis Feuer zugeordnet. In beiden Fällen wirkt er thermisch warm. Er ist ein wahrer Allrounder unter den Küchenkräutern. Er tonisiert das Herz-Yang und wirkt so stimmungsaufhellend und energetisierend. Er stärkt das Qi von Milz und Magen und hilft so bei allen möglichen Verdauungsproblemen (Durchfall, Blähungen, Völlegefühle, Appetitlosigkeit,…). Er bewegt Qi und Blut und kommt so bei schmerzhafter Regelblutung und Migräne zum Einsatz. Und er kann noch mehr. Wow, ich sollte wohl einen Extra-Beitrag über Rosmarin schreiben :). Ein echtes Multitalent eben, aber Vorsicht bei (Ein- oder Durch-)Schlafproblemen. Dann lieber nur mittags essen oder auch einmal ganz weglassen.

Salz ist dem Element Wasser zugeordnet und wirkt thermisch richtig kalt. Es dient zur Absenkung, kühlt das Blut und erweicht Verhärtungen (Schleimbelastungen im Brust- und Bauchbereich). Außerdem stützt es in Maßen die Niere.

Pfeffer (schwarz) gehört zum Metallelement und wirkt thermisch erhitzend. Es wärmt die Mitte, zerstreut Kälte, beseitigt Schleim und Blutstagnation. Vorsicht ist jedoch bei allen Hitzesymptomen und -Prozessen aufgrund von Yin-Mangel geboten. Im Übermaß erzeugt Pfeffer toxische Hitze, schädigt das Qi und die Säfte.

Petersilie ist dem Holz zugeordnet und von der Thermik her warm. Sie tonisiert und bewegt das Blut, löst Nässe auf und wärmt das Yang und sie tonisiert das Milz-Qi (sie hilft also auch unserer Mitte).

 

Quellen:
Ute Engelhardt/Carl-Hermann Hempen - "Chinesische Diätetik"
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