Kompott-Rezept

Bei uns gibt es eigentlich das ganze Jahr über Kompotte. In der warmen Jahreszeit, weil sie die Säfte so schön nähren und in der kalten Jahreszeit, weil sie (je nach Gewürzen) den Bauch wärmen oder zumindest das Obst bekömmlicher machen. Aber hauptsächlich, um ehrlich zu sein, weil sie uns einfach schmecken und sogar dem skeptischen Mann rutscht immer wieder ein „Hmmmmmm, da schmeckt man richtig, dass das Medizin ist!“ heraus.Dabei ist uns kein Obst zu schade, ganz im Gegenteil, wir „veredeln“ quasi alles im Topf. Und weil es mir ein großes Anliegen ist, das Kompott und seine zahlreichen positiven Wirkungen in die Welt zu tragen, gibt es heute ein Allround-Kompott-Rezept, das eigentlich mit jedem Obst gelingt. Abgesehen von der Kochdauer und den gewählten Gewürzen funktioniert es immer gleich.

Zutaten:

  • Obst nach Saison und Wahl (Äpfel, Birnen, Zwetschken, Weintrauben, Beeren, Kirschen, Pfirsiche, Marillen,…)
  • kochendes Wasser
  • Gewürze nach Wahl (Vanille, Zimt, Nelken, Sternanis, frischer Ingwer, Kurkuma, Kardamom,…)
  • Datteln
  • evtl. Honig, Rohrzucker oder Reissüße
  • evtl. Rosinen, Gojibeeren, Nüsse

Zubereitung:

Ich habe extra keine Mengen dazugeschrieben und ja, ich gebe zu, dass es am Anfang einfach mal ein Ausprobieren ist. Aber erstens sind die Familien ja unterschiedlich groß und zweitens sind auch die Geschmäcker verschieden – also immer ran an den Topf und nicht schüchtern sein.  Ich mach es jedenfalls so: Wasserkocher mit etwa 1 – 1,5 Liter Wasser aufstellen. Obst in Spalten, Stücke oder Hälften schneiden (wenn es Kirschen sind, entkerne ich sie, indem ich sie einfach halbiere), Datteln zerkleinern (auf 1 Liter nehme ich 4 – 5 Datteln) und alles zusammen in einen Topf. Danach übergieße ich Obst und Datteln mit dem kochenden Wasser aus dem Wasserkocher und füge die gewünschten Gewürze hinzu (für meinen Geschmack sollte das Obst mit dem Wasser gerade so bedeckt sein).

Im Sommer kommt bei uns fast nur Vanille zum Einsatz und dazu eventuell ein bißchen Zitronensaft. Im Winter greife ich gerne zu 1 – 2 Scheiben frischem, ungeschältem (Bio-)Ingwer, einer halben Zimtstange und Vanille. Zwetschken und Birnen und Sternanis gehen übrigens eine wundervolle Geschmacksverbindung ein und auch ein Prise Zitronen- oder Orangenschale kommt gut an. Aber je nach Vorliebe und Bedürfnis ist natürlich alles erlaubt, was schmeckt. Je nach Obstsorte koche ich das Kompott am Herd noch einmal auf (Äpfel, harte Birnen, evtl Zwetschken) oder lasse es nur im heißen Wasser ziehen. Für uns ist das Kompott mit den Datteln süß genug, man kann aber natürlich mit Honig oder Rohrzucker nachsüßen. Rosinen oder Goji-Beeren sorgen übrigens auch für mehr Süße. Ich gebe manchmal Nüsse dazu, dann knackt es auch ein bisschen beim Essen.

Je nach Menge lasse ich den Topf dann einfach am Herd stehen (dann ist er am Abend leer) oder ich fülle es in sterilisierte Schraubgläser, Deckel drauf und ein Geschirrtuch drüber (dann bekommen sie keine Zugluft). So haben wir immer etwas Kompott auf Vorrat. Gerade mit (Klein)Kindern ist das ein wunderbarer Vor- oder Nachmittags-Snack.

Wirkung nach TCM:

Die Wirkung des Kompotts ändert sich natürlich mit den verwendeten Obstsorten und Gewürzen. Befeuchten Birnen eher das Lungen-Yin, so nähren dunkle Beeren eher das Blut. Kompotte an sich nähren aber, egal mit welchem Obst, unsere wertvollen Säfte. Das sind jene Säfte, die gemeinsam mit unserem Blut unsere Verdauung flutschen lassen, die unsere Gelenke gut schmieren und die dafür sorgen, dass weder unsere Schleimhäute noch unsere Nägel oder Haare trocken und spröde werden. Insgesamt verhelfen uns warme und gekochte Speisen durch ihre Zubereitung zu mehr Wärme und Energie – Obst wird für unsere Verdauung also bekömmlicher. Gerade in der Herbst- und Winterzeit ist es von Vorteil, genug Qi zu haben, um den Viren und Bakterien von außen zu trotzen. Mehr dazu in meinen Blogartikeln „Infektanfälligkeit – Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Co.“ und „Die Zitrone, das Vitamin C und unser Immunsystem“.

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