Chronische Magenschmerzen

Chronische Magenschmerzen2Magenschmerzen, vor allem immer wiederkehrende, können die Lebensqualität über einen langen Zeitraum stark beeinträchtigen. Oft lautet die Diagnose Gastritis, also Magenschleimhautentzündung, und das wird schulmedizinisch oft mit Übersäuerung gleichgesetzt.
Leider beginnt für Betroffene dann oft ein langwieriger Kreislauf. Säureblocker oder Protonenpumpenhemmer sollen Linderung verschaffen. Das tun sie meistens auch. Doch kaum lässt man die Tabletten weg, kehrt der Schmerz zurück.

Manchmal lautet die Diagnose auch „Funktionelle Magenschmerzen“, womit die Leidtragenden oft noch schwerer umgehen können. Denn das bedeutet, dass organische Ursachen ausgeschlossen wurden, es also laut Schulmedizin physisch gar keinen Grund für diese Schmerzen gibt. Dazu können alle diffusen Magenbeschwerden gehören, also auch Völlegefühle, Sodbrennen, Druck im Oberbauch, Übelkeit und Erbrechen, etc…

Die Quelle allen Qis und der „guten Säfte“

In der traditionellen chinesischen Medizin ist der Magen gemeinsam mit der Milz (Funktionskreis Erde) die Quelle allen Qis, das nach der Geburt gebildet werden kann. Kann der Magen die Nahrung also nicht gut vorbereiten (Nahrungsmittel fermentieren und reifen), damit die Milz sie in ihre wertvollen Essenzen aufspalten kann, wird kein oder nur wenig Qi gebildet. Hat der Körper zu wenig Qi, leidet der Mensch unter Müdigkeit und Schwäche. Deshalb hängen Magen- und Milzmuster sehr häufig mit Müdigkeit, Erschöpfungszuständen und Konzentrationsschwäche zusammen.

Der Magen ist außerdem für die Produktion der „guten Säfte“ zuständig, also jener Flüssigkeiten, die der Organismus braucht, damit er „wie geschmiert“ läuft. Ist der Magen zu trocken, kann es zu einem Magen-Feuer kommen.  Typische Anzeichen für ein Magen-Feuer sind u.a. brennende, krampfartige Magenschmerzen, Heißhunger (v.a. nachts) und schlingendes Essen, viel Durst nach kalten Getränken, Zahnfleischentzündungen/Zahnfleischbluten/Aphten, Sodbrennen, oft auch säuerlicher Mundgeruch,…

Wenn das Magen-Feuer lange nicht gelöscht wird, kann es sich in weiterer Folge zu einem Magen-Yin-Mangel entwickeln. Damit verbunden sind, neben den Schmerzen, unter anderem Trockenheit von Mund und Hals, Verstopfung, Durstgefühle (vor allem am Nachmittag), Appetitlosigkeit, Völlegefühl nach dem Essen, etc…

Hilfe bei zu viel Feuer und zu wenig Säften im Magen

Die gute Nachricht: Gerade bei Magenschmerzen kann die richtige Ernährung zu erheblichen Verbesserungen und oft auch zu völliger Beschwerdefreiheit führen. Ein guter Anfang ist es, folgende Nahrungsmittel zu vermeiden:

  • Kaffee, Grün- und Schwarztee (trocknen die guten Säfte)
  • Alkohol
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • heiße/scharfe Gewürze (Chili, Pfeffer, Cayenne Pfeffer, Muskat, Zimt,…)
  • Frittiertes, Gegrilltes und scharf Angebratenes
  • Wurst
  • zu viel Salz

Falls Sie RaucherIn sind – bitte aufhören! Ich weiß, es ist nicht leicht, ich habe selbst lange Jahre geraucht. Aber Rauchen tut unserem Organismus in keiner Hinsicht irgendetwas Gutes. Im Gegenteil, es erzeugt toxische Hitze und verursacht und verstärkt damit viele unserer Leiden, vor allem alle, die mit Magen-Feuer und Yin-Mangel zusammenhängen.

Ständiger Zeitdruck, Stress und Ärger sind ebenfalls Gift für unsere Mitte. Sie bringen das Qi aus dem Gleichgewicht. Das heißt, es fließt nicht mehr gleichmäßig und durchgehend – es entsteht Stagnation. Und aus Stagnation entsteht auf Dauer immer Hitze. Hier können Entspannungsmethoden (Yoga, Meditation,

Hilfreich sind thermisch neutrale und erfrischende Nahrungsmittel. Allerdings sollten diese trotzdem immer gut zubereitet und nicht roh oder gar direkt aus dem Kühlschrank gegessen werden. Auch wenn der Körper nach eben dieser Kälte lechzt – sie ist leider ganz kontraproduktiv. Viel besser sind:

  • milde Gemüsesuppen, Eintöpfe mit viel Gemüse
  • Breie
  • Kompotte
  • Congee
  • Gedämpftes, Gedünstetes, Blanchiertes (also mit yinisierenden Kochmethoden zubereitete Speisen)

Bei akuten Schmerzen: immer mal wieder ein (!) Löffel Joghurt oder Milch (Milchprodukte kühlen und befeuchten stark, darum sollen sie immer nur in Maßen verzehrt werden, sonst wirken sie verschleimend und viel zu abkühlend), Kamillentee und Melissentee zum trinken, Kamillentee aber auch als Rollkur (eine Tasse lauwarm trinken, 5 Minuten auf der linken Seite liegen, 5 Minuten auf dem Bauch, 5 Minuten auf der rechten Seite und zu guter letzt 5 Minuten auf dem Rücken – am besten morgens noch vor dem Frühstück).

Sie leiden auch unter Magenschmerzen, Sodbrennen, saurem Aufstoßen? Ihre Diagnose lautet Gastritis? Rufen Sie mich einfach an unter 0699 1073 1073. Ich würde mich sehr freuen, herauszufinden, woher Ihre Symptome kommen und Ihnen Linderung zu verschaffen.

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